03:30 – der Wecker klingelt. Ein kurzer Moment liegen bleiben, dann geht’s los: anziehen, fertig machen, raus. Noch bevor wir richtig starten, gibt es das erste kleine Highlight: Auf der beleuchteten Terrasse steht plötzlich ein Kudu.
Kurz darauf treffen wir Tony, unseren Guide für den Tag. Gefahren wird heute im Toyota Fortuner – ein echtes Offroad-Fahrzeug. Für klassische Game Drives wäre ein offener Wagen vielleicht besser, aber bei den kühlen Morgenbedingungen ist das Setup durchaus angenehm.
Um 04:05 sitzen wir im Auto Richtung Kruger National Park. Unterwegs noch ein kurzer Stopp an der Tankstelle: Kaffee – warm für mich, kalt für Catrin.
Um 06:25 erreichen wir den Park. Und es dauert nicht lange, bis es losgeht: In der Ferne entdecken wir zwei Hyänen beim „Frühstück“. Drumherum tummeln sich weitere Tiere – eine Szene, die direkt zeigt, wie aktiv es am frühen Morgen ist. Wir sehen noch Füchse und Wildhunde.




Wir biegen auf eine Nebenstraße ab, eine Schotterpiste – und haben Glück: Eine Hyäne läuft in vielleicht 50 cm Abstand am Auto vorbei.

Näher kommt man solchen Tieren kaum. Wenig später sehen wir auch eine Elefantenfamilie.


Die Route entwickelt sich dann allerdings anders als geplant. Wir sind länger auf der Nebenstraße unterwegs als gedacht. Ein entgegenkommendes Ranger-Fahrzeug bringt Klarheit: Die Strecke ist nicht durchgängig befahrbar. Bedeutet: umdrehen und den gesamten Weg zurück – etwa 1,5 Stunden.
Auf dem Rückweg dann ein klassischer Safari-Moment: Wir suchen nach einer Toilette an einem kleinen Camp, treffen dabei auf andere Fahrzeuge. Die Info: Drei Minuten vor uns wurde ein Leopard auf einem Baum gesichtet. Zu spät – genau diese drei Minuten.
Nach der Pause geht es weiter, und erst rund 4,5 Stunden nach unserer ursprünglichen Abzweigung erreichen wir wieder die Hauptstraße. Das geplante Frühstück fällt damit aus.
Dafür gibt es unterwegs weiterhin genug zu sehen: Elefanten, Giraffen, verschiedenste Antilopenarten und Geier.






Gegen 13:00 erreichen wir Skukuza für ein spätes Mittagessen – Chicken Wraps, Kartoffelsalat, Speck und Gemüse. Genau das, was man nach so einem Vormittag braucht.

Am Nachmittag geht es weiter Richtung Olifants Rest Camp. Und hier legt der Tag nochmal nach: Eine Black Mamba in einem Baum, weitere Elefanten, Giraffen, Zebras – und dann tatsächlich Löwen. Tony hatte angekündigt, eine Stelle zu kennen, und tatsächlich liegen sie genau dort.





Am Aussichtspunkt bei Olifants bietet sich ein weiter Blick über den Fluss. Zwischen all den Eindrücken entdecke ich sogar noch ein Krokodil, das Tony zunächst übersehen hat – kleiner persönlicher Erfolg.

Dann wird es sportlich: Der Rückweg zum Parkausgang. Fahrzeit etwa 1,5 Stunden, Ankunft laut Navi 17:55 – bei einer Schließzeit von 18:00. Bedeutet: zügig, aber kontrolliert fahren.




Wir schaffen es rechtzeitig und sind um 19:45 zurück in der Wild Blue Lodge.
Fazit zum Fahrzeug: Der Fortuner macht einen richtig guten Eindruck – robust, geländegängig, genau richtig für solche Bedingungen. Gleichzeitig wird klar: Für unsere Straßen zuhause wäre das meiste davon schlicht überdimensioniert.


Um 20:00 gibt es Abendessen, und um 21:30 liegen wir im Bett. Viel mehr ist nach so einem Tag auch nicht mehr drin.