Daniel’s Reisen

Tag 19 – Pinguine, Regen und endlich Kapstadt (12.05.)

Der Tag beginnt früh. Um 06:13 wache ich auf und merke sofort, dass es im Zimmer komplett dunkel ist. Irgendwann in der Nacht wurde offenbar auch das Notstromaggregat abgeschaltet – nach den letzten Tagen überrascht uns das mittlerweile kaum noch.

Um 8:00 Frühstücken wir ausgiebig und packen danach unsere Sachen, es regnet nun auch schon wieder.


Um 09:43 fahren wir los. Unser erster Stopp ist Stony Point Penguin Colony, wo wir um 10:37 ankommen.


Das Reservat selbst ist zwar geschlossen, trotzdem bekommen wir direkt am Parkplatz und in der Nähe des Eingangs bereits einige Pinguine zu sehen. Drei von ihnen schwimmen sogar gerade im Ozean herum. Trotz Regen und Wind bleiben wir noch eine Weile stehen und schauen ihnen zu – diese Tiere wirken gleichzeitig unbeholfen und erstaunlich elegant.

Ein Flitzer hat sich ins Bild gemogelt.
Hier hausen die Pinguine.

Um 11:08 geht es weiter Richtung Stellenbosch. Dort kommen wir um 12:47 an – und natürlich beginnt es wieder zu regnen. Statt Sightseeing suchen wir deshalb erstmal einen Parkplatz in der Tiefgarage und laufen anschließend zu The Poké Co, das Catrin während der Fahrt entdeckt hat.


Am Nachmittag erreichen wir schließlich unser eigentliches Ziel: Cape Town. Um 15:02 kommen wir am Apartment an – und direkt gibt es das nächste Problem.


Angeblich sei kein Parkplatz im Apartment enthalten. Nur bestimmte Wohnungen hätten Zugang zur Garage, und bei unserer sei das nicht vorgesehen. Catrin und ich sind uns allerdings beide ziemlich sicher, dass in der Beschreibung „Parken ohne Reservierung möglich“ stand.


Während Catrin zuerst hineingeht, bleibe ich beim Auto stehen – wir halten schließlich im Parkverbot. Danach versuche ich mein Glück drinnen ebenfalls, allerdings ohne Erfolg. Die Stimmung am Empfang ist eher „nicht unser Problem“.


Draußen spreche ich schließlich einen Mann vor dem Gebäude an und frage, wo man hier überhaupt parken könne. Zufällig stellt sich heraus: Er ist der Gebäudemanager. Nachdem ich ihm die Situation erkläre, organisiert er uns spontan einen Parkplatz in der Garage für die erste Nacht. Für die restlichen Tage wolle er sich ebenfalls etwas überlegen.


Ein riesiger Unterschied im Vergleich zum Empfang – der Manager war wirklich hilfsbereit und lösungsorientiert.


Gegen 17:04 machen wir uns trotz des Wetters noch auf zu einem Spaziergang an der Promenade. Der Regen begleitet uns zwar weiterhin immer wieder, aber nach den vielen Stunden im Auto tut etwas Bewegung trotzdem gut.

Kapstadt Sea Point Strand
An den Hängen wohnen diejenigen die etwas mehr Geld haben.

Auf dem Rückweg holen wir beim SPAR noch Salat fürs Abendessen.


Um 17:53 sind wir zurück im Apartment, essen gemütlich und schauen danach noch den Film The Boy Who Harnessed the Wind. Die wahre Geschichte über einen Jungen in Afrika, der während einer Dürre einen Weg findet, die Felder seines Dorfes zu bewässern, passt irgendwie erstaunlich gut zu dieser Reise – und bleibt definitiv hängen.