Der Tag beginnt ruhig. Um 07:06 wache ich auf, draußen wirkt das Wetter endlich etwas stabiler.
Um 08:04 gehen wir zum Frühstück und treffen dort erneut die Besitzer sowie das deutsche Paar aus dem Hotel. Natürlich dreht sich das Gespräch schnell um die weiteren Reisepläne und die letzten Tage mit Sturm, Stromausfällen und Überschwemmungen.
Danach geht es zurück aufs Zimmer, die letzten Sachen zusammenpacken. Um 09:43 sind wir bereit zum Auschecken, losfahren können wir schließlich um 10:05.
Nur wenige Minuten später, um 10:13, erreichen wir den Parkplatz beim Enrico’s Restaurant. Von dort führt normalerweise ein schöner Weg über den Strand zum Arch Rock.
Heute allerdings nicht.
Keine zwei Minuten unterwegs sehen wir bereits, dass der Strand komplett von einer dicken Schaumschicht bedeckt ist. Durch den Sturm und die extrem starke Brandung wurde enorm viel organisches Material wie Algen und Mikroorganismen im Meerwasser aufgeschäumt. Das Salzwasser stabilisiert dabei die Luftblasen – ähnlich wie Seife – wodurch diese riesigen Schaummassen entstehen können.




Wir bleiben noch kurz stehen und schauen zu, wie jede Welle den Schaum langsam bewegt und aufwirbelt, bevor wir wieder umdrehen.
Auf der Weiterfahrt zeigt sich weiterhin, wie stark der Sturm gewütet hat. Entlang der Straßen liegen unzählige umgestürzte Bäume, manche bereits zerschnitten, weil sie die Fahrbahn komplett blockiert hatten.








Um 11:26 erreichen wir die Knysna Heads. Die markanten Felsformationen bilden die schmale Einfahrt zur Lagune von Knysna und gelten als eine der bekanntesten Küstenlandschaften entlang der Garden Route. Der Ozean ist auch hier noch unruhig, allerdings deutlich weniger extrem als zuvor in Plettenberg Bay, da wir inzwischen weiter vom Zentrum des Sturms entfernt sind.





Von mehreren Aussichtspunkten aus hat man sowohl Blick auf den offenen Ozean als auch ins Landesinnere, wo sich die Lagune weit hineinzieht.


Danach geht es weiter zum Map of Africa Viewpoint, den wir um 12:57 erreichen. Der Aussichtspunkt trägt seinen Namen, weil der Flussverlauf aus der Vogelperspektive an die Umrisse Afrikas erinnert. Eigentlich nur ein kleiner Umweg – aber definitiv sehenswert.


Weiter geht es Richtung George, wo wir um 13:43 bei Cowfish Mittagessen.
Als Nachtisch holen wir uns noch eine Kugel Eis bei der Eisdiele nebenan. Leider eher enttäuschend: zu wässrig und voller Eiskristalle. Nicht jedes kulinarische Experiment ist ein Treffer.
Um 15:43 erreichen wir schließlich unsere neue Unterkunft Bay Lodge Mossel Bay welche direkt am direkt am Ozean. Nach den turbulenten Tagen tut ein ruhiger Ort ziemlich gut.


Am Abend gehen wir um 17:41 essen – allerdings in einem Restaurant, das deutlich nobler ist als erwartet. Etwas underdressed fühlen wir uns schon, das Essen war sehr gut.

Um 19:35 sind wir zurück im Zimmer. Den Abend lassen wir entspannt mit dem MotoGP-Training im Fernsehen ausklingen, bevor um 21:45 das Licht ausgeht.