Der Tag beginnt um 06:28. Während Catrin noch schläft, scrolle ich etwas am Handy und stelle den Blogeintrag vom Vortag fertig.
Um 08:04 frühstücken wir, bevor wir uns um 09:46 auf den Weg zur Bushaltestelle des roten Sightseeing-Busses machen.
Eigentlich ist der Plan klar: Mit der Bahn auf den Table Mountain fahren wir hoch oder laufen hoch und fahren herunter – je nach Wetter. Als wir allerdings an der Talstation ankommen, hängt der gesamte Gipfel in den Wolken. Also passen wir spontan die Route an und entscheiden uns stattdessen für eine Wanderung entlang des Hanges, dort wo die Sonne noch scheint.

Um 11:05 starten wir. Direkt der erste Abschnitt unterhalb der Seilbahn hat es in sich: steil, felsig und deutlich weniger ausgebaut als Wanderwege, wie wir sie aus den Alpen kennen. Nach wenigen Minuten erreichen wir aber den eigentlichen Weg entlang des Hanges.

Die Aussicht auf Cape Town ist von dort oben beeindruckend. Gleichzeitig hängen die Wolken weiterhin knapp unterhalb dem Gipfel.

Unterwegs treffen wir auf eine ältere Wandergruppe, die uns erzählt, dass wir gleich an einer Höhle vorbeikommen würden, über die ein Wasserfall fließt. Dafür müssten wir allerdings nochmals etwa 300 Höhenmeter zusätzlich machen – über einen noch deutlich unwegsameren Pfad.



Natürlich machen wir es trotzdem.
Und der kleine Umweg lohnt sich absolut. Der Wasserfall selbst ist wunderschön, und hinter dem Wasserfall in der Höhle zu sitzen ist definitiv kein alltäglicher Moment.


Danach geht es weiter Richtung Abstieg zurück zur Straße und schließlich wieder zur Talstation. Insgesamt sind gut zwei Stunden vergangen.


Inzwischen hat sich das Wetter überraschend verändert: Der Gipfel des Tafelbergs ist plötzlich frei. Also beschließen wir spontan, doch noch mit der Seilbahn hochzufahren.
Oben angekommen steht man auf einem riesigen Plateau. Auf der einen Seite blickt man über das Zentrum von Kapstadt, auf der anderen Richtung Camps Bay und den Ozean. Gleichzeitig ziehen ständig Wolkenfetzen vorbei und verändern die Sicht innerhalb weniger Minuten komplett.














Wir laufen etwa eine Stunde über das Plateau, bevor wir wieder hinunterfahren.
Unten angekommen erwischen wir gerade noch den Bus zurück zur V&A Waterfront. Dort wollen wir schnell etwas essen, bevor die nächste Tour startet.
Um 15:55 kommen wir bei der Haltestelle an und haben etwa 30 Minuten Zeit. Also direkt zum Time Out Market Cape Town, wo wir uns Ramen bestellen und diese ziemlich effizient essen, damit der Zeitplan aufgeht.
Pünktlich um 16:35 startet dann die Sunset Tour Richtung Signal Hill. Die Fahrt dauert etwa 40 Minuten.
Oben angekommen erklärt uns der Busfahrer, dass die Rückfahrt um 18:00 stattfindet. Etwas problematisch, wenn der offizielle Sonnenuntergang erst um 17:54 ist.
Also laufen wir ziemlich zügig herum, machen Fotos von der Stadt und suchen uns einen guten Platz.






Und der Sonnenuntergang enttäuscht nicht. Zu sehen, wie die Sonne langsam am Horizont im Ozean verschwindet, ist schon besonders.

Um 17:56 sprinten wir zurück zum Bus – nur um später festzustellen, dass dieser ohnehin erst um 18:10 losfährt. Typisch.
Die Rückfahrt führt durch die Stadt, vorbei an der berühmten Brücke, die einfach mitten im Bau endet, zurück Richtung Waterfront und dem Büro von City Sightseeing.
Von dort nehmen wir ein Uber zurück zur Unterkunft.
Um 19:13 sind wir wieder im Zimmer – ziemlich müde, aber definitiv mit einem der schönsten Tage der Reise im Kopf.