Daniel’s Reisen

Tag 12 – Regen, Küstenstraße und Tsitsikamma (05.05.)

Die Nacht ist geprägt von Regen – mal leicht, mal richtig kräftig. Als ich um 06:30 aufwache, ist es gerade trocken, aber lange hält das nicht. Bereits um 08:00 setzt der Regen wieder ein. Trotzdem steht heute wieder eine längere Autofahrt an, mit einem möglichen Stopp im Tsitsikamma National Park.
Gegen 09:30 fahren wir los. Das Wetter bleibt wechselhaft: kurze trockene Abschnitte, dann wieder Nieselregen oder kräftige Schauer. Typisches Küstenwetter.
Um 11:15 erreichen wir die Storms River Bridge. Von den Aussichtsplattformen und der Brücke hat man einen beeindruckenden Blick in die tiefe Schlucht des Storms River Canyon. Der Fluss hat sich hier über Jahrtausende tief durch den Fels gearbeitet, bevor er wenige Kilometer später in den Indischen Ozean mündet. Gerade mit den tiefhängenden Wolken und dem vielen Wasser wirkt die Landschaft fast noch dramatischer.


Um 12:00 kommen wir schließlich bei Tsitsikamma an. Da der Regen gerade nicht ganz so stark ist, fahren wir bis hinunter an die Küste. Die Wanderung zum Wasserfall fällt allerdings wetterbedingt aus, weshalb wir direkt zum Parkplatz bei den Hängebrücken weiterfahren.
Die Küste dort ist rau und steinig, die Wellen schlagen kräftig gegen die Felsen. Genau diese Mischung aus Meer, Wind und Brandung macht den Ort besonders. Ich könnte stundenlang einfach nur den Wellen zuschauen – irgendwie gleichzeitig beeindruckend und beruhigend.


Auf dem Weg zu den Hängebrücken entdecken wir noch einige Klippschliefer zwischen den Felsen. Bei den Brücken selbst können wir leider nur zwei der Übergänge nutzen und dadurch nicht komplett in die Schlucht beziehungsweise Bucht hineinsehen. Trotzdem lohnt sich der kurze Rundgang.

Klippenschliefer
Ganz viele Klippenschliefer


Nach einem kurzen Aufenthalt geht es zurück zum Auto und weiter Richtung Plettenberg Bay. Unterwegs machen wir noch einen kurzen Halt im Nice Neighbour, schauen etwas durch die kleinen Läden und fahren anschließend weiter. Nur einen Kilometer später folgt noch ein praktischer Zwischenstopp im Einkaufszentrum – Wasser und Taschentücher nachkaufen.
Gegen 16:00 erreichen wir schließlich unser Hotel. Es regnet weiterhin – beziehungsweise schon wieder – und an der Rezeption erfahren wir direkt, dass für die nächsten zwei Tage Starkregen angekündigt ist. Teilweise sogar mit schulfrei.


Zumindest das Zimmer entschädigt etwas dafür: Wir bekommen ein Upgrade auf das Penthouse-Zimmer mit Badewanne auf der Terrasse und Blick auf den Ozean.

Wenn man schon wetterbedingt viel Zeit drinnen verbringt, dann wenigstens mit Aussicht.
Mit Kaffee und Kakao machen wir es uns erst einmal auf der geschlossenen Terrasse gemütlich und beobachten das Wetter.
Um 19:00 gehen wir ins Abendessen im dazugehörigen Café. Ich entscheide mich für einen Biltong-Flammkuchen, Catrin nimmt eine Kombination aus Pekannuss, Birne, Gorgonzola und Balsamico – ungewöhnlich, aber richtig gut.
Gegen 20:30 sind wir zurück im Zimmer, und um 22:00 heißt es dann endgültig: Licht aus.