Die Nacht ist unruhig. Immer wieder wache ich auf, bis ich um 06:25 schließlich aufgebe und beschließe, einfach wach zu bleiben.
Um 07:05 liege ich immer noch im Bett und draußen hat sich nichts verändert: Sturm, Regen und dieses dauerhafte Geräusch von Wasser. Von der Decke tropft es weiterhin, irgendwo in der Wand oder Decke gluckert es konstant vor sich hin.


Dann plötzlich um 07:20 ein kleines Lebenszeichen: Die Steckdosen haben wieder Strom. Schnell schließen wir Powerbank und Smartphones an.
Kurz darauf, um 07:35, bringt Evans uns 25 Liter warmes Wasser vorbei – mittlerweile wirken solche Dinge fast wie Luxus.
Um 08:18 gehen wir zum Frühstück ins Café. Dort brennt wenigstens das Feuer, und Catrin kann sich etwas aufwärmen. Die Besitzerin kommt vorbei und fragt nach unserem Zustand. Ich erkläre ihr, dass wir gerne ein anderes Zimmer hätten, weil Catrin inzwischen erkältet ist und Kälte sowie Feuchtigkeit definitiv nicht helfen.
Kurz darauf die positive Nachricht: Wir werden umquartiert. Falls das Wasser bis zum Nachmittag weiterhin ausfällt, bekommen wir sogar ein Zimmer in einem anderen Hotel.
Im Café treffen wir außerdem nochmal das deutsche Paar aus dem Hotel. Sie haben ihre Reise inzwischen komplett umgeplant und fahren zurück nach Kapstadt. Dabei erfahren wir auch, dass sie das andere Hotelzimmer selbst organisiert und bezahlt haben.
Um 09:15 sind wir zurück im Zimmer und packen unsere Sachen zusammen. Genau in diesem Moment – 09:35 – setzen Regen und Wind wieder voll ein.
Um 09:45 beziehen wir das neue Zimmer. Auch dieses ist schön, und sogar etwas blick auf den Ocean bleibt uns erhalten.
Gegen 11:16 schreibt uns die Besitzerin, dass das Wasser grundsätzlich wieder funktioniert. Allerdings brauchen die Tanks und Boiler noch etwa eine Stunde, bis alles stabil läuft.

Die angekündigte Suppe zum Mittagessen lässt allerdings auf sich warten. Um 12:30 noch nichts. Um 13:00 ebenfalls nicht. Also schreibe ich der Besitzerin kurz.
18 Minuten später klopft es an der Tür – die Suppe ist da.
Um 14:08 wagen wir uns schließlich wieder nach draußen. Zum ersten Mal seit langer Zeit regnet es nicht mehr, und auch der Wind hat nachgelassen.
Mit dem Auto fahren wir etwas durch die Gegend und sehen erst jetzt richtig, wie stark der Sturm gewütet hat: abgebrochene Äste, umgestürzte Bäume, beschädigte Strandhäuser der Rettungsschwimmer. Selbst das Meer wirkt noch aggressiv, die Wellen sind weiterhin riesig.











Unser Ziel ist ein Einkaufszentrum mit Tankstelle, das wir gegen 15:30 erreichen. Dort kauft sich Catrin ein Buch – Beschäftigung für die weiteren Regentage.
Um 15:58 sind wir zurück im Hotel. Man merkt inzwischen deutlich, dass die Erkältung an Catrin zehrt. Kleine Ausflüge reichen bereits, um sie müde zu machen.
Dann der nächste Rückschlag: Um 17:58 stelle ich fest, dass das Wasser schon wieder nicht funktioniert.
Trotzdem gehen wir um 18:05 ins Hotelrestaurant beziehungsweise Café zum Abendessen. Nach einem Chicken Pie und einer Hühnersuppe später – um 18:52 – läuft tatsächlich auch das Wasser wieder.
Der Abend endet ruhig. Catrin legt sich wieder hin, ich schaue noch etwas fern, und um 21:45 gehen wir schlafen. Nach den letzten Tagen fühlt sich selbst ein halbwegs normaler Abend inzwischen wie Fortschritt an.